Filmhaus

  • Filmhaus M-Shop
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  • Filmhaus 2. UG - Kasse Arsenal Kino
  • Filmhaus 2. UG - Garderobe
  • Filmhaus 2. UG - dffb Aufnahmeatelier
  • Filmhaus 9. OG - dffb Kino
  • Filmhaus 9. OG - dffb Cafeteria
  • Filmhaus - Leuchte, Entwurf: Lehrecke Witschurke mit Lichtvision, Hersteller: Selux

Das Filmhaus am Potsdamer Platz war ein Kulturprojekt der Stadt Berlin, welches zurückgeht bis in die frühen 80-Jahre und ursprünglich als ein eigenständiger Neubau unter Einbeziehung des ehemaligen Hotels Esplanade nach Entwurf von Hermann Hertzberger auf dem Lenné Dreieck realisiert werden sollte. Nach der Wende kaufte 1991 der Sony Konzern das für das Filmhaus vorgesehende Grundstück vom Land Berlin mit der Verpflichtung, dort neben der Europazentrale des Konzerns und anderen gewerblich zu nutzenden Gebäuden auch ein Filmhaus zu errichten und für 25 Jahre zu Vorzugsbedingungen an das Land Berlin zu vermieten.
Im Jahr 1997 wurden wir vom Büro Murphy/Jahn beauftragt, für das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Innenausbau für das Filmhaus im Gebäude B1 des Sony Centers zu planen und durchzuführen (Leistungsphasen 1 – 8).

Im Filmhaus fanden die drei wichtigsten filmkulturellen Einrichtungen der Stadt, die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, das Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V. mit den beiden Kinos Arsenal 1 und 2 sowie die Deutsche Film- und Fernsehakademie (dffb) eine neue gemeinsame Wirkungsstätte.

Die Daueraustellungen des Museums für Film- und Fernsehen wurden von Hans Dieter Schaal konzipiert und entworfen.

Die Leitidee für den Ausbau und den Umgang mit den Gebäudestrukturen bestand darin, die vorgegebenen Raumbegrenzungen, d. h. die Innenfassaden (Glas bzw. Stahlblechverkleidungen) und Unterdecken (Holorib-Decken, feuerverzinkt) unverkleidet zu lassen und den Gebäudekern im Grundriss freizustellen. Alle Einbauten – Decken, Wände, Räume – lösen sich von der Peripherie bzw. werden über Sonderelemente ( Fassadenanschluss) mit dieser verbunden. Ein Grossteil der Haustechnischen Installation (Lüftung, Sprinkler, Elektroinstallation für Beleuchtung, Rauchmelder etc.) wird offen unter den Decken geführt. Das Gebäude umfasst rd. 18.000 qm BGF , verteilt über 4 Unter- und 10 Obergeschosse, mit folgenden Nutzungen:

 

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

Die Deutsche Kinemathek archiviert Filme und für die filmhistorische Forschung unentbehrliche Materialien, wie Filmprogramme, Plakate, Architektur- und Kostümskizzen, Fotos, Drehbücher, Nachlässe und andere Dokumente zur Filmgeschichte. Sie sichert und katalogisiert diese Materialien und macht sie einer interessierten Öffentlichkeit durch Publikationen und Veranstaltungen zugänglich. Die Deutsche Kinemathek organisiert außerdem die Retrospektiven der Internationalen Filmfestspiele Berlin, zu denen jährlich Publikationen zur deutschen und internationalen Filmgeschichte erscheinen.

– Archivräume für Filme, Drehbücher, Plakate, Fotos mit entsprechender Klimatisierung und Lagerung u.a. auf Fahrregalanlagen

– Verwaltungsbereich, Filmabteilung mit Filmprüf- und Reinigungseinrichtungen sowie kleinem, voll ausge

– Kino für interne Vorführungen, 7. OG

– Bibliothek, 5. OG

– Wechselausstellungsbereich, 1. OG

– Museum für Film und Fernsehen,  2. bis 4. OG

– Museumsfoyer und Museumsshop, EG

 

Deutsche Film- und Fernsehakademie (dffb)

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie, gegründet 1966, ist eine der angesehensten und ältesten Ausbildungsstätten für Film in Deutschland. Die Schwerpunkte sind Regie, Kamera, Drehbuch, Produktion, aber auch Schnitt, Ton und Neue Medien. Neben Filmgeschichte, Filmtheorie, Filmanalyse werden praktische Schreib-, Regie-, Kamera- und Schnittseminare bzw. – workshops abgehalten.

– Aufnahmeatelier und Tonstudio, 2. UG

– Kino, 9. OG

– Medienlabor sowie die Schneideräume für Film und Video

– Seminar- und Verwaltungsräume, 8. und 9. OG

– Cafeteria mit Warmküche, 9. OG

 

Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

– Arsenal Kino 1 und 2, 2.UG

– Filmarchiv, 1. UG

– Verwaltung, 6. OG

 

Beleuchtungskonzept

Für das gesamte Filmhaus wurde ein einheitliches Beleuchtungskonzept entwickelt, welches in Räumen mit unverkleideten Metallunterdecken (Holorib-Decken) speziell für dieses Projekt produzierte Anbauleuchten vorsah. Die Lichtplanung erfolgte durch das Büro Lichtvision, die Leuchten wurden von der Fa. Selux hergestellt.

 

Adresse:Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Realisierung:2001
Kosten:15.000.000 EUR
BGF/Whg:18.000 qm
Auftraggeber:Senat von Berlin
Leistungsbild:LP 1 - 8
Tragwerksplanung:BGS Ingenieurgesellschaft
Fotos:Linus Lintner